Künstlerisch Gestalterische Grundlagen
English
Vertiefungskurs Performative Räume // Strolling Around The Block // SoSe 21
Um die Häuser ziehen
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Welche Erfahrungen gelten als Norm im öffentlichen Raum - welche nicht ? Wie lässt sich das methodisch untersuchen ? Wie schreiben sich Körper in die Stadt ein und umgekehrt ? Wie choreographieren Architekturen die Körper ? Wie könnten Strategien einer Subversion entwickelt werden ? Was gilt als privat und was als öffentlich ? Ist die Stadt eine Ware ? Was bedeutet Sicherheit und für wen gilt sie ? Was sind Freiräume und warum sind sie bedroht ? Wo gibt es öffentliche Toiletten für Frauen ? Wie höre ich die Stadt und wie unterschiedlich klingen eigentlich die Tischtennisplatten der einzelnen Berliner Bezirke ?
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In diesem Kurs beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem öffentlichen Raum und dem sich bewegen und treiben lassen durch die Stadt, als einer Methode der kritischen Betrachtung, wie auch Aneignung und Produktion von Raum.
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Gemeint ist dabei das Promenieren, Umherschweifen, Spazieren, das Verweilen als eine performative, vor allem praktisch ausgerichtete Forschungsmethode, um den öffentlichen Raum aus der je eigenen und situierten Perspektive heraus zu untersuchen.
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Zur Verfügung gestellt wurde als Inspiration auch eine Vielzahl an künstlerischen, gestalterischen und aktivistischen Positionen, die diese Fragen machtkritisch verhandeln. Übungen und Spielanleitungen der Situationistischen Internationale und Methodiken des Umherschweifens wurden neu angewandt und ausprobiert. So entstanden einzelne, teils auch in Gruppen erarbeitete Projekte an Hand selbst gestellter Forschungsfragen. Die vorgestellten Ergebnisse fokussieren auf die entstandenen Fragen, Prozesse und Entwicklungen innerhalb der Projekte. Diese können gelesen werden als erweiterte, imaginäre Karten einer Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in Zeiten der Pandemie.
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